Glücksgedanken

Warum scheitern nicht gleich scheitern bedeutet

Hallo ihr Lieben,

Diesen Beitrag hatte ich eigentlich am 20. August veröffentlichen wollen, so viel zu meiner tollen Blogplanung 😉 Aber dann kommt er eben erst jetzt! Später bedeutete nicht immer schlimmer, genauso wenig wie scheitern gleich scheitern bedeutet.

Folgende Situation:

Ich sehe häufiger mal Hasen am Feldrand, aber kann sie nie wirklich fotografieren. Ich versuchte es trotzdem mit meinem 150 mm Kitobjektiv.

Wie ihr euch denken könnt, war ich nicht gerade zufrieden mit den Fotos (weiter unten seht ihr noch das beste Foto, vergrößert).  Die Hasen sind als solche kaum zu erkennen, das Foto selbst ist absolut kein Meisterwerk und im Grunde dient es nur rein dokumentarischen Zwecken. Gescheitert also in meinem Vorhaben, die Hasen zu fotografieren. Dabei habe ich ja streng genommen die Hasen fotografiert, nur nicht so, wie ich das gerne gewollt hätte.

Du kannst nur scheitern im Rahmen deiner individuellen Möglichkeiten. Verliere dich nicht im Rahmen anderer.

Ich habe nun mal nicht die teuerste, beste Ausrüstung, ich KANN gar nicht näher rankommen. Für solche Hasenfotos wie sie mir vorschweben, bräuchte ich locker 600mm Brennweite, ich habe aber nur 150mm. Scheitern bedeutet also auch immer, seine eigenen Erwartungshaltung anzupassen.

Es ist also kein Scheitern, sondern mein bestmöglicher Versuch im Rahmen meiner Möglichkeiten.

P1990932

Wie wichtig ist das Foto von den Hasen? Reicht der Augenblick? Oder braucht dieser Moment in meinen Erinnerungen ein Foto als Beweis?

„Picture it or it didnt happen“. Diesen Spruch gibt es nicht umsonst auf Instagram und ehrlicherweise zählt er auch für mich. Ich habe unzählige Fotos auf meinem Handy, die ich wahrscheinlich nie wieder angucke, aber ich kann sagen, ich habe es fotografiert, ich habe den Moment festgehalten, ich habe es gesehen.

Sicherlich ist das Foto von den Hasen alleine schon deswegen gut, um es anderen Menschen zu zeigen, anstatt nur zu sagen „da waren Hasen!“.

Aufgrund des Nanos will ich nicht zu lange Blogbeiträge schreiben, denn die müsste ich in das Schreibprojekt investieren, daher hier meine Abschlussfrage:

Wie steht ihr zu dem Thema? Seht ihr schnell Dinge als gescheitert an? Wie arbeitet ihr daran?

signatur

 

 

 

 

6 Kommentare zu “Warum scheitern nicht gleich scheitern bedeutet

  1. Hallo Nadine,
    wer sagt, er sei noch nie gescheitert, der lügt!
    Also, ob Häschen groß oder klein ist doch egal, ich bekomme mit meinen 300mm auch nicht alles groß dargestellt.
    Erfreue dich an den Karnickeln… 😊😊😊

    Bei einem Ziele bin ich angekommen,
    Ob auch am rechten? … weiß ich nicht zu sagen.
    Zwar mit dem Strome bin ich nie geschwommen,
    Doch war’s die Welle, die mich so getragen!
    Gescheitert hab‘ ich manches Riff erklommen
    Und manchen Preis erwarb sich kühnstes Wagen.
    Doch muß von den erträumten schön’ren Lagen
    Mir diese wol als jetzt die beste frommen.
    Das Höchste suchend bald im Thatendrange,
    Bald im Genuß, wo ich die Perlen wollte,
    Fand ich – nur Schaalen! Ach, der Dämon grollte,
    Er grollt noch jetzt und will mir Wunder lügen,
    Die noch erreichbar–! Solchem Überschwange
    Laß‘ ich genügen jetzt mein still Begnügen.

    Karl Gutzkow
    (1811 – 1878)

    Gefällt 1 Person

  2. eine freundin hat einmal die eigene fähigkeit zu scheitern als wesentliches kriterium sich entwickeln zu können angesprochen. das beschäftigt mich seither sehr. so wirklich eine antwort hab ich darauf noch nicht gefunden, aber ich verstehe gut was du meinst!

    Liken

    • Dankeschön! Ja, für mich geht es beim scheitern viel um die Art zu vergleichen. Mann kann nur scheitern, wenn das was man vor hatte, realistisch ist. Wenn ich etwas vorhabe, was mit meine Möglichkeiten/Bedingungen nicht möglich ist, bin ich dann wirklich gescheitert? Ansonsten sage ich mir das nämlich viel zu oft.

      Gefällt 1 Person

  3. Pingback: [Blog Glück] November 2019 – Seitenglueck

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