Glücksgedanken

Es ist Sonntag

Hallo ihr Lieben,

es ist Sonntag. Warum hat dieser Satz, dieser Tag keine Bedeutung für mich? Und was bedeutet er für euch? Dieser Beitrag kann für Samstag und Sonntag gelten, ich beziehe mich aber vorerst nur auf Sonntage, da man an diesem Tag noch eher zum Faulenzen und Freizeit genießen geneigt ist, als ein Samstag, der z. B. für meine Mutter für den Putztag steht.

Für mich ist der Sonntag wie jeder andere Tag auch.

Ich stehe um 5 Uhr morgens auf, fotografiere, schreibe, mache To-do Listen, erstelle Aufgaben für den Tag, koche Essen, räume auf, mache Uni usw. Dabei sollte der Sonntag doch eigentlich der freie Tag sein. Tag der Ruhe und Entspannung. Der Tag, an dem man die Füße hochlegt und nichts tut. Fehlanzeige. Ich mache keinen Unterschied zwischen Wochentag und Wochenende. Für mich ist jeder Tag gleich. Immer produktiv sein. Immer erfolgreich sein.

Aber wer sagt, das Produktivität nur bedeutet, möglichst viele Dinge auf einer To-do Liste abgehakt zu haben?

Warum kann es auch nicht produktiv sein, etwas für sich selbst getan zu haben? Einfach das zu machen, was man sich sonst nie erlaubt? Drei Stunden Sims spielen. Zwei Stunden auf Pinterest vertreiben. Eine Stunde YouTube Videos angucken. Oder wie viele es machen: den ganzen Tag lesen oder Serien gucken.

Natürlich gibt es auch Tage, wo ich mir das erlaube. Aber meistens rechne ich dann meine Zeit nur wieder in Aufgaben um: in der Zeit, wo ich eine Stunde lang gefrühstückt habe, hätte ich dieses und jenes machen können. Damit stellt man sich selbst kontinuierlich unter Druck und stresst sich selbst.

Ich will mit gutem Gewissen sagen können, dass das okay ist. Dass es okay ist, nur auf der Couch zu gammeln, das es okay ist, seine Zeit am Handy zu vertrödeln, weil der Körper und vor allem der Geist solche Ruhephasen braucht. Wenn wir nur darauf aus sind, jede Minute um jeden Preis sinnvoll zu nutzen, wenn wir nur noch in Aufgaben denken können, was wird dann aus dem genießen? Gibt es das dann überhaupt noch?

Wie verbringt ihr eure Sonntage? Habt ihr womöglich feste Rituale oder Dinge, die ihr an einem Sonntag besonders gerne macht? Ich freue mich total auf eure Antworten!

Beitragsbild: Kaboompics

signatur

 

 

 

5 Kommentare zu “Es ist Sonntag

  1. Liebe Nadine,
    bei mir ist immer dann Sonntag, wenn ich frei habe. Mittlerweile in meinem neuen Job tatsächlich am Sonntag. Aber er war sonst immer auch an jedem anderen Wochentag.
    Ich habe über die Jahre gelernt, an so einem Tag, zu ruhen und nur Dinge zu tun, die ich will und keine To-Do-Liste abzuarbeiten. Und das kann tatsächlich bedeuten, dass ich anfange, an einem Sonntag meine Bude zu putzen oder nur den Käfig meiner Vögel zu reinigen. Aber das kann auch bedeuten, dass ich den ganzen Tag in meinem Lesesessel verbringe und lese oder am Laptop arbeite.
    Man lernt mit der Zeit, die Seele baumeln zu lassen und nicht zur arbeiten arbeiten arbeiten.
    Liebe Grüße
    Nella

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    • Hallo Nella, Danke dir für deinen Kommentar! ❤
      Oh interessant.
      Ja, das ist sehr viel denke ich auch Kopfsache, das dann auch so umzusetzen, und das kann ich einfach noch nicht. Aber ich arbeite daran, denn ich finde es echt wichtig!
      LG
      Nadine

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  2. ich habe die seltsame sonntagsstimmung zum ersten Mal in meinem Leben nach der Trennung von meinem Exfreund wahrgenommen, davor war Sonntag für mich auch immer ein Tag wie jeder andere. Seither spüre ich schon, dass die Energie da irgendwie anders ist, aber mittlerweile genieße ich das langsamere Tempo, in der die Welt zu laufen scheint, sehr.

    Gefällt 1 Person

    • Oh Interessant. Bei mir sind die Sonntage von meiner Dysthymie her immer die schlimmsten, da scheint mich meine Lustlosigkeit zu übermannen und gleichzeitig verspüre ich umso mehr den Drang, alles aufholen zu wollen….
      LG!

      Liken

      • für mich waren sie damals nach der trennung auch echt schlimm. ansonsten ist mir die einsamkeit nicht so aufgefallen, aber da war sie auf einmal omnipräsent. soviel stille und die langsamkeit waren damals echt schwer auszuhalten. heute schätze ich sie dagegen sehr.

        Gefällt 1 Person

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