Glücksgedanken

Zwei Wörter, die meinen Tag direkt verändert haben

Hallo ihr Lieben,

es wird Zeit für einen neuen Glücksgedankenbeitrag!

Ja, nur zwei Worte. Mag reißerisch klingen, aber es ist die Wahrheit.

Scheiß drauf.

Ich will euch erzählen, was es mit den zwei Worten auf sich hat:

Letztens hatte ich einen richtig blöden Tag. Es ist einfach alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte. Ich bin erst später aufgestanden, also in dem Fall war es bereits halb 7. Dadurch war der ganze Morgen irgendwie unrhytmisch für mich. Dann war ich unterwegs und habe nicht das finden können, weswegen ich losgefahren bin. Und letzten Endes bin ich bei meinem Projekt nicht vorwärtsgekommen und habe die Uni Hausarbeit vor mich her geschoben. Ich dachte, es würde kalt werden, denn dies zeigte die Wettervorhersage an. Pustekuchen. Ich hatte extra eine lange (!) Hose angezogen und trug ein Top. Normalerweise bin ich da wesentlich skeptischer und ziehe mich lieber fünf Grad zu kalt an, anstatt zu warm. Wenn ich also weiß, dass es nachmittags 25 Grad werden soll, ziehe ich bereits früh morgens um 7 auf dem Weg nach Münster eine Hotpants an, auch wenn es da dann vielleicht nur 13 Grad ist.

Aber an dem Tag war alles anders. Ich dachte mir ja, ist bestimmt kühl und zog die lange Hose an. Bitte einmal alle den Kopf schütteln! Ich schwitze fürchterlich und ärgerte mich über meine eigenen Logik. Wie ich auch schon mal erzählt habe, liebe ich es, Zeitungen zu kaufen. Von denen kriege ich einfach nie genug. Ich bin also in die Stadt gefahren mit dem Vorhaben: jetzt kaufe ich mir eine Zeitung! Kennt ihr das Sprichwort: wenn ihr euch vornimmt, wegen etwas einkaufen zu fahren, dann kriegt ihr es nicht und wenn ihr nichts vorhabt, dann findet ihr was? Tja, es traf sehr gut zu. Ich verweilte zwei Stunden in der Stadt, brachte davon alleine eine Stunde (!) nur in der Thalia Buchhandlung zu, um eine Zeitung zu finden. Doch trotz der großen Auswahl riss mich nichts wirklich vom Hocker. Es ist wie bei den Büchern auch: Ach ja, alles ist ganz okay. Als hätte ich verlernt, wie man sich für etwas begeistert. Ich habe dann noch drei andere Läden abgeklappert, noch mehr Zeit verloren, immer noch nicht meine Uni Sachen erledigt, Hunger etc. und meine Laune war komplett am Tiefpunkt. Schnell flüchtete ich mich wieder in alte Denkmuster: „ist doch alles scheiße! Morgen ist ein besser Tag! Der heutige Tag ist dann ja wohl gelaufen!“

STOPP.

Jetzt kommen meine zwei Worte!

Scheiß drauf.

Das dachte ich mir und stellte fest, dass mich das ein wenig leichter werden ließ innerlich. Scheiß drauf, ich kann die Dinge nicht ändern, ich kann die Zeit nicht zurückdrehen. Scheiß drauf auf die schlechte Laune und alle die schief gelaufenen Umstände. Ich werde das Beste draus machen. Und was habe ich gemacht? Zu dem Zeitpunkt war gerade Libori in Paderborn, eine große Kirmes. Ich ging also dort hin, um die Mittagszeit war auch nicht viel los und holte mir einen schönen Burger. Dann fuhr ich nach Hause und machte einfach das, was ich tun konnte. Und wenn immer etwas nicht so läuft, wie ich mir das vorgestellt hatte, dann will ich für mich sagen: Scheiß drauf!

Ich will mich nicht mehr davon runterziehen lassen, will mir nicht immer meinen kompletten Tag versauen lassen nur wegen Dingen, die nicht einmal den kompletten Tag einnehmen. Ich hoffe, dieser Beitrag konnte euch ein bisschen helfen und vielleicht denkt ihr auch jetzt auch öfters: ach scheiß drauf.

signatur

 

 

 

5 Kommentare zu “Zwei Wörter, die meinen Tag direkt verändert haben

  1. Tja liebe nadine,
    so kann es einem gehen, wenn man der allgegenwärtige Technik (Wetter App) vertraut. In der von dir genannten Buchandlung ist es mir noch nie gelungen, eine eingermaßen brauchbare Zeitung zu kaufen. Das nur nebenbei.

    Hier, das ist für Dich:

    Luft

    Wäre ich noch zehn Jahre jünger,
    Schriebe ich enthusiasmiert
    Über künstlichen und echten Dünger,
    Als Reklame für wen, der das fabriziert.

    Aber ich habe es aufgegeben
    Zu streiten, wo ihr alles wißt.
    Auch daß ein großer Faktor des Lebens
    Mist ist. Ja ja: Mist! Mist!

    Aber – zuweilen aber – wie heute –
    Packt es mich wieder, laut ganz laut
    Es zu schreien unter die Leute,
    Was ihr, die ich ehrlich heiße,
    Mit oder ohne Humor verdaut,
    Das, womit ich die anderen beiße:
    Das gute treue Wort »Scheiße«.

    Joachim Ringelnatz
    (1883 – 1934), eigentlich Hans Bötticher

    LG Ewald

    Gefällt 1 Person

    • Interessantes Gedicht…;) Naja, die Wetter App liegt normalerweise immer richtig, aber je nach Wind und Himmel können sich selbst 15 Grad mal kalt und mal warm anfühlen 😀

      Gefällt 1 Person

  2. Sorry, Nadine ist natürlich klein ganz verkehrt… 😦

    Liken

  3. diese erkenntnis hatte ich auch mal. und auch, wenn ich es ab und zu vergesse, kommt es mir immer wieder in den sinn. eine sehr wichtige botschaft 🙂

    Gefällt 1 Person

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