Glücksgedanken Schreibfunken

Lebensaufgabe: Planen oder nicht planen

Hallo ihr Lieben,

man meint, bei der Überschrift geht es vielleicht ums schreiben, ums plotten etc., dabei geht es um so viel mehr. Es gehts ums Leben.

Inhalt:

  • Auf welche Bereiche in meinem Leben trifft diese Grundsatzdiskussion (planen vs. nicht planen) zu?
  • Was sind die Vorteile zusammengefasst?
  • Was sind die Nachteile zusammengefasst?
  • Fazit

Um die Zukunft, um Social Media, um Tagespläne etc. Immer habe ich das Problem die Balance richtig zu finden zwischen planen, mit der Gefahr, das es belanglos wird in meinem Kopf, und nicht zu planen, wo die Aufregung erhalten bleibt, aber auch die Struktur verloren geht. Es ist ein universelles Problem.

Auf welche Bereiche in meinem Leben trifft diese Grundsatzdiskussion (planen vs. nicht planen) zu?

1. Blogbeiträge

Wie ihr wisst, habe ich über 100 Blogbeitragsideen. Ich hatte sie irgendwann mal alle gezählt, aber habe mir die Zahl nicht mehr gemerkt, und pro Woche kommen neue hinzu. Egal, ob aktuelle Schreibthemen, vergangene Reiseberichte, persönliche Anliegen oder Fotoserien. Es gibt immer was zum bloggen.

trello 1

Wie oft liest man, man solle sich einen Blogplan erstellen, man soll den Monat oder die Woche vor planen, gar alle Beiträge fertig haben und eine Übersicht pflegen, was man wann veröffentlichen will.

trello 2

2. YouTube Videos

Hier das gleiche Prinzip: Ich habe für jeden Sonntag bereits ein Video hochgeladen und es mit Datum versehen, bis zum 08.09.2019, also für die kommenden 3 Wochen. (ich schreibe den Beitrag derzeit gerade am 22.08.2019).

Ich muss mich also um nichts mehr kümmern. Und genau das mache ich dann auch nicht. Ich kümmere mich nicht mehr darum, es fällt gedanklich aus meinem Kopf.

Hier habe ich euch einen Screenshot angehangen, der das so grob zeigt in der Übersicht.

yotube 1

3. Instagramfeed

Jetzt wird es Ästhetiklastig. Wer mit Feeddesign nichts anfangen kann, einfach überspringen 😉 Ich werde als Beispiele meinen privaten Account und meinen Fotografie Account zurate ziehen, mein Schreibaccount existiert dafür noch nicht lange genug.

Hier seht ihr Screenshots von meinem privaten Instagramaccount. Ihr könnt sehen, dass ich immer mal wieder Phasen hatte, wo ich einen bestimmten Filter hatte, einen Rahmen, eine Motivüberseinstimmung oder Konzentration auf Farben. Das mag ich einfach, denn es hilft mir, mich zu fokussieren. Wenn ich das nicht mache, könnte ich einfach jeden Tag an die 10 neue Fotos hochladen, denn seien wir mal ehrlich:

Ich mache zu viele Fotos.

Insbesondere mit dem Handy. Es ist einfach so 😉 Derzeit befinden sich auf meinem Handy über 12000 Fotos, Screenshots, Whats App Bilder mit eingerechnet. Daher hilft mir eine Fokussierung auf ein Thema/Filter/Farben, um fokussierter mit meiner Kamera und genauer mit meiner Umgebung umzugehen.

Planen gibt mir das Gefühl von Struktur, während Planlosigkeit mir den strukturellen Boden unter den Füßen wegreißt.

So auch auf meinem Fotografieaccount:

Derzeit habe ich kein Thema, keinen Regenbigenfeed, keine Motivzusammenstellung. Natürlich ist man dadurch freier, flexibler und in dem Sinne entspannter, weil man zu jedem Zeitpunkt da posten kann, was man will. Aber gleichzeitig wird es auch chaotischer, hektischer, es fehlt die Übersicht. Was habe ich schon gepostet? Was nicht? Was will ich morgen posten? Erstmal überlegen….Das Ziel vor Augen fehlt. Die Frage: Muss man das (insbesondere auf social media) immer haben? Mich würde eure Meinung dazu wirklich sehr interessieren!

Derzeit versuche ich es, als Kompromiss zu machen, z. B. einen Beitrag pro Woche beim Blog vorzuplanen, den zweiten kann ich frei schreiben, oder bei Instagram Bilder für eine Woche in meine Preview App zum Planen des Feeds einzufügen und dann diese je nach Belieben zu posten. Aber ob ich damit wirklich glücklich bin? Vermutlich nicht.

Bei Planen vs. nicht planen scheint es für mich bisher den passenden Kompromiss noch nicht zu geben.

Natürlich bezieht sich die Thematik nicht nur auf social media, sondern auch aufs plotten und meinem Tag, dazu kommen wir jetzt:

4. Plotten

Natürlich gilt die Thematik eben auch fürs plotten. Bzw. am Anfang dachte ich noch diese Thematik bezieht sich nur aufs plotten beim schreiben, bis mir dann an einer Bushaltestelle die Erkenntnis kam: nein, das ist ein Lebensproblem.

Ein Buch hat bei mir in der Regel 100 000 Wörter. Das ist verdammt viel. Wenn ich jeden Tag 1667 Wörter schreibe, dann brauche ich dafür 2 Monate. Nur die Schreibzeit. Ohne Charaktere und Weltenbau zu entwickeln und eben zu plotten. Es erfordert also jede Menge Disziplin und Geduld, beides zwei Dinge, die ich (noch?) nicht besitze.

Je länger ich mich nur mit einer Sache befasse, desto schneller verliere ich die Lust daran. Das erkennt man an meinen ständig wechselnden Feedfarben, an meinen viel zu oft wechselnden Tagesplanern in Form von unterschiedlichen Journals und Notizbüchern etc. Natürlich trifft das nicht auf jeden Bereich zu, doch selbst in der Fotografie habe ich mal Phasen, wo ich mich für nichts begeistern kann.

Beim Schreiben habe ich bis heute nicht den richtigen Dreh rausbekommen. Wenn ich zu viel plotte, fühlt es sich an, als hätte ich bereits die Geschichte geschrieben. Teilweise geht plotten und schreiben von kleinen Szenen oder Dialogfetzen ineinander über und dann fehlt mir jegliche Motivation, die Geschichte im gesamten noch aufzuschreiben. Wenn ich zu wenig plotte, stecke ich irgendwann fest, weiß nicht, wie es weitergehen soll oder verliere meinen roten Faden, bzw. verstricke ich im Chaos. Ihr seht, es ist nicht so einfach und mir scheint mittlerweile, den optimalen Weg gibt es nicht. Oder?

5. Tagespläne

Wer kennt sie nicht, die klassischen To-Do Listen? Auch hier ein ewiges auf und ab, zwischen genau planen und lieber alles einfach so unaufgeschrieben im Kopf haben. Meistens versuche ich mich auf die wichtigsten drei oder fünf Dinge am Tag zu konzentrieren. Oder ich plane jede Stunde des Tages mit den Sachen, die ich machen will. Nur halten tue ich mich nicht immer daran. Auch denke ich mir jedes Mal: wozu aufschreiben und entweder durchstreichen oder ignorieren, wenn es am nächsten Tag sowieso keine Relevanz mehr hat? Also zum Beispiel beim bullet Journal. Das ist immer nur ein Tag, da könnte man auch egauso gut einen Abreißkalender nehmen und jeden Tag wegschmeißen, es ist nichts von Dauer. Dann habe ich Kalender ausprobiert, Handyapps, One Note digital planing, ggoogle usw. Aber so richtig zufrieden bin ich nie.

6. Facebookbeiträge

Der Vollständigkeit halber seien noch Facebookbeiträge erwähnt. Ich habe meine Facebookseite zwar eingestellt, aber früher war das genau der gleiche Kampf, zwischen Beiträge vorplanen und spontan posten.

Welche Vor – und Nachteile ergeben sich aus planen vs. nicht planen?

Ich habe es zwischendurch mal erwähnt. Aber um das nun zusammenzuführen, werde ich aus dem Pool dieser verschiedenen Bereiche die Vor- und Nachteile zusammenfassen 🙂

Vorteile:

  1. Man fühlt sich strukturierter/organisierter
  2. Man weiß, was in Zukunft kommen wird
  3. Man kann sich auch ungeplanten Tagesänderungen stellen, weil man die Sicherheit/Gewissheit hat, dass die jeweiligen Beiträge fest sind, egal, was dazwischen kommt
  4. Man hat einen klaren Überblick, über alles, was kommt.

Nachteile:

  1. die Aufregung vergeht –> Langeweile stellt sich ein, Überraschungen bleiben aus
  2. es entsteht eine Belanglosigkeit gegenüber dem Thema, verschwindet gedanklich aus dem Kopf
  3. der Bereich wird gar vergessen oder das Interesse daran verschwindet
  4. Flexibilität/Spontanität kann nicht mehr gewährleistet werden

 

Fazit

Was ziehen wir daraus? Wie geht man damit um und was ist der beste Kompromiss?

Ich wollte hier jetzt den total schlauen Kompromiss liefern, aber nach gut 1000 Wörtern muss ich sagen: ich weiß es nicht. Es ist eine Thematik von zwei Gegensätzen, die mich mein ganzes Leben lang schon beschäftigt hat, wahrscheinlich auch noch genauso lange beschäftigen wird. Was wäre euer Kompromiss und wie handhabt ihr die Dinge? Plant ihr oder nicht?

signatur

 

8 Kommentare zu “Lebensaufgabe: Planen oder nicht planen

  1. Hallo Nadine,
    was ich plane auf meinem Blog ist, alle 5 Tage einen Beitrag zu veröffentlichen. Inder Regel habe ich bis 2 Beiträge im Vorraum geplant. Aber was ich wann veröffentliche, darüber habe ich keinen Plan. Oft kommen mir die Ideen im Alltag und ich schreibe den Beitrag dann runter.
    Im Social Media habe ich überhaupt keinen Plan. Wenn mir etwas einfällt oder ich etwas sehe, fertige ich just in Time an.
    Mit Top do Listen oder einem Bullet Journal kann ich ehrlich gesagt nichts anfangen. Ich habe einen Terminplaner auf dem Handy für die normalen Termine und den Rest Tag plane ich Drumherum ein bis zwei Tage vorher, schreibe es aber nicht auf.
    Und vor allem mache ich mir damit keinen Druck. Wenn ich es nicht schaffe, alle 5 Tage einen Beitrag zu veröffentlichen, dann ist es halt so. Davon geht die Welt nicht unter.
    Liebe Grüße
    Nella

    Gefällt 1 Person

    • Ja, mein Plan sind so 1-2 Beiträge pro Woche 🙂
      Danke dir für deinen KOmmentar! 🙂
      Ja, diesen Druck mir nicht selbst aufzubauen, das muss ich noch lernen, leider…..ich hoffe, das ich das irgendwann auch mal so sagen kann. Aber vielelicht auch ohne eigenen Druck wird es mir egal, wie gesagt dann interessiert mich Blog usw nicht mehr, wenn ich mich damit nicht regelmäßig auseinander setzen muss.
      LG Nadine

      Liken

  2. es geht mir auch immer wieder so. in vielenbereichen hat es sich bei mir ja leider mangels zeit von selbst erledigt, es passiert so wenig, dass da nichts planbares mehr dahinter ist, was aber auch irgendwo aktuell ok ist. nur bei instagram, da steh ich wie du immer wieder vor derselben frage und ich bin meistens auch so irgendwie in der mitte drin. ich habe mittlerweile über 100 bilder in den entwürfen, von denen ich an ca. 3-5 tagen die woche eines auswähle, das ich poste. so richtig befriedigend ist das aber nicht. man muss halt mit den vorteilen auch immer die nachteile schlucken und das ist halt schwierig ^.^

    Gefällt 1 Person

    • Dankeschön für deinen Kommentar 🙂
      ja, es ist schrecklich, wie viel sich da einfach so schnell ansammelt! Danke, das ich damit nicht alleine bin 🙂 Ja genau, deswegen denke ich auch den perfekten oder besten Kompromiss scheint es nicht zu geben…..

      Gefällt 1 Person

      • nein, den gibt es nicht, man kann es nur von mal zu mal wieder neu entscheiden glaube ich. und alleine bist du damit ganz bestimmt nicht ❤

        Gefällt 1 Person

  3. Noch ein Nachteil, man plant ein Beitrag, vergisst ihn aber zu schreiben und plötzlich erscheint eine leere Seite 😀 Ist mir schon mehrmals bei Rezension passiert, wo ich sie produktiv für einen Tag eingetragen habe und es dann doch wieder verpeilt habe:D
    Was plotten betrifft bin ich richtig mies, anfang Ende und die wichtigsten Sachen dazwischen stehen aber ansonsten? bei mir findet schreiben überarbeiten plotten parallel statt, womit ich aber unzufrieden mit, da ich so einfach nicht weiter komme.
    Den Tag ganz genau durch zu planen, daran scheitere ich meistens und notiere mir meistens ein paar wichtige Dinge die ich heute unbedingt schaffen will oder nehme mir vor von 8 bis 12 nur Uni zu machen
    das mit den Fotos fand ich nenbei echt krass haha 😀 darauf wäre ich niemals gekommen:D

    Gefällt 1 Person

    • Ach krass das ist mir ja noch nie passiert mit dem planen eines noch leeren Beitrags, ich plane die erst, wenn der Beitrag auch fertig ist. Danke dir! Oh OK ja das ist echt schwierig! Ja so einen Zeitpunkt zu blocken finde ich auch gut! Haha danke 😀

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

KARIN SCHIEL FOTOGRAFIE

Fotografie - Reisen - Lifestyle

Miss Foxy Reads

Literatur, Lifestyle, Filme & Serien

Letterheart

Bücherblog

Texteule

... und deine Geschichte bekommt Flügel.

nonsensente

Fotografie, Schreiben & Gedanken

Flügel aus Papier

"Reading is like flying to your own, infinite kingdom." (Deepanwita Nath)

Buch & Gewitter

Stunden zwischen Blitz und Papier

Zeilenwanderer

Literatur, Rezensionen und mehr

mscaulfield

gib mir kaffee und bücher und ich bin friedlich.

%d Bloggern gefällt das: