Schreibfunken

Wie ich verlernt habe zu lesen & Ausweg daraus?

Hallo ihr Lieben,

dieser Beitrag entsteht ganz spontan und ist dennoch umso wichtiger. Denn er zeigt, warum mir das Bloggen derzeit keinen Spaß macht und was das eigentliche Problem dahinter ist.

Vorgeschichte:

Ich habe einen Ordner auf meinem Pc mit der Kategorie „Blogbeiträge später lesen“. Dieser Ordner ist böse 😉 Denn wann immer ich einen neuen Blogbeitrag sehe, speichere ich ihn darunter ab, ohne ihn tatsächlich zu lesen oder gar zu kommentieren. Der älteste ist vom November 2018, den aktuellsten habe ich erst gestern abgespeichert und in der Summe komme ich damit auf 95 Beiträge. Das müsst ihr euch mal vorstellen! Mittlerweile scheint das „später“ eher ein synonym für „nie“ zu werden.

Warum ist das so?

Weil ich keine Lust habe. Mir entfährt ein Seufzen, meine Schultern sacken zusammen und innerlich ruft es „och nööö, so viel Text!“. (Ich gebe zu ich kommentiere auch textlose Beiträge selten, aber anhand von viel Text lässt sich das spezifische Problem einfacher verdeutlichen)

Eigentliche Ursache:

Ich habe die letzten Woche und Monate sogar schon überlegt, den Blog ganz zu schließen. Was schade ist weil ich ja noch hunderte Beitragsideen habe und auch der neue Banner so schön ist (der ist von ihr)

Bis mir der Groschen gefallen ist:

Es liegt gar nicht primär am Bloggen. Gut, vielleicht auch, aber das Problem als solches kann man viel allgemeiner zusammenfassen:

Ich habe verlernt, viel zu lesen.

So sieht es nämlich in anderen Bereichen auch aus:

Die lange Instagramcaption? Später lesen.

Die lange Forumsdiskussion? Später lesen.

Den wissenschaftlichen Aufsatz? Später lesen.

Die ausführliche E-Mail? Später lesen.

Das neue Buch/längere Kapitel (Kindle Zeit 20 Minuten)? Später lesen.

Ich will euch ein paar Sätze zitieren, die ich auf anderen Seiten und Blogs zu dem Thema gefunden habe.

Lesen bedeutet Konzentration auf eine Sache

Quelle: So machst du Lesen zu deiner Gewohnheit

Und seien wir mal ehrlich, das ist etwas, was mir extrem schwerfällt. Wirklich, ich bin mir nicht sicher, ob ich es überhaupt kann. Mich nur auf eine Sache am Stück zu konzentrieren erscheint mir schon fast beängstigend. Der Drang nach Produktivität und Zeiteffizienz ist so hoch, das ich Meister im Multitasking bin und dadurch doch eher Meister im „nichts Halbes und nichts ganzes“ bin. Nur frühstücken, ohne dabei zu lesen, Instagramstories anzuschauen oder einen Blogbeitrag zu lesen oder YouTube Anleitungen anzuschauen? Unmöglich. Es gibt wirklich wenig Beschäftigungen, auf die ich mich länger als 20 oder gar 10 Minuten am Stück konzentrieren kann. Dazu gehört fotografieren und schreiben. Aber alles andere? Fehlanzeige. Da ist mein Kopf wie ein Internetexplorer voller tausend offener Tabs, die alle paar Sekunden hin und her switchen. Nur noch mal eben schnell das nachgucken, das anschauen, das überprüfen usw. und schon ist man aus der eigentlichen Tätigkeit wieder raus.

Das bedeutet im Umkehrschluss für mich:

Lesen ist anstrengend.

Auf bereits verlinktem Artikel heißt es dazu:

Lesen trainiert mein Gehirn, denn es ist ein anspruchsvoller Vorgang. Ich muss mich tief konzentrieren und darf in meiner Aufmerksamkeit nicht abschwenken. Ich muss mitdenken

weiteres Vorgehen:

Ich will wieder mehr lesen. Ich will mir eine Routine aneignen, ich will meine Aufmerksamkeitsspanne erhöhen und wieder gerne lesen und nicht tausend Sachen aufschieben und anhäufen. Das ist schwer und ich weiß noch nicht so Recht, wie ich das anstellen soll, denn es hat sich über die Jahre hinweg so angeschlichen. Das ist jetzt der Punkt wo ich sage STOPP irgendetwas läuft hier schief. Im Grunde ist es ein Prozess, der sich seit ein paar Jahren manifestiert hat und dessen ich mir schon immer bewusst war. Also die Aufmerksamkeitsspanne war schon mein Leben lang mein ständiger Begleiter, aber ich möchte ihr von mir nicht so vieles „verderben“, bzw. ich stehe mir dadurch unnötig im Weg. Alleine schon was ich für meine Masterarbeit alles werde lesen müssen….und auch ein bloggen besteht nicht nur aus nehmen, sondern auch aus geben. Ich kann nicht erwarten, das sich andere die Zeit nehmen und meinen Blog kommentieren, wenn ich es bei anderen viel zu wenig tue.

Nochmal zur Visualisierung: Ich bin glücklich, wenn ich es schaffe zwei Bücher im Jahr zu lesen (was aber auch sehr stark daran liegt, das meine Abbruchrate bei Büchern bei 90% liegt, weil ich einfach irgendwann nicht mehr weiter lese). Das muss man sich mal vorstellen! Früher habe ich gerne und viel gelesen, dann kam das Fotografieren und dann hat sich das immer mehr gesteigert…..

Kindle Unlimited

Außerdem will ich mich stärker auf Kindle Unlimited fokussieren, einfach weil dort die Schwelle, ein Buch komplett zu lesen, niedriger ist. Ich habe erst gestern zum ersten Mal seit Monaten ein Printbuch für 15 Euro gekauft, es klang großartig, der Anfang war großartig usw. und dann entpuppte es sich als maßlose Enttäuschung. Ich bin also bei Büchern extrem misstrauisch und kritisch geworden und kenne sehr weniger, die mich wirklich von vorne vis hinten begeistern.

Bloggen

Ich will versuchen, jeden Tag einen Blogbeitrag zu lesen und zu kommentieren. Vielleicht auch neuen/anderen Blogs folgen, aber bisher bin ich mir da nicht ganz einig. Was sind eure Lieblingsblogs?

Kennt ihr das Problem? Was habt ihr für Tipps für mich? Habt ihr gleiche Erfahrungen machen müssen und wie habt ihr es wieder daraus geschafft? 🙂

signatur

 

 

34 Kommentare zu “Wie ich verlernt habe zu lesen & Ausweg daraus?

  1. Hallo Nadine!
    Die Welt in der wir leben, ist eine unglaublich schnelle, die sich ständig bewegt, die ständig neuen Input über uns ausschüttet, dem wir irgendwie Herr werden müssen oder wollen. Können eher nicht. Ich sehe das auch bei mir und anderen, es fällt zunehmend schwerer sich auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren. Das Handy blinkt ständig, irgendwer schreibt irgendwas neues, total spannendes passiert in der Welt – selbst meine Mutter lässt sich mittlerweile vom immerdudelnden Fernseher komplett aus einem Gespräch herausreißen (und ja, das nervt tierisch.) Ich finde es schön, dass du dich wieder vermehrt auf eine Sache konzentrieren willst, schrittchenweise. Das wird klappen! Vielleicht muss man sich vorher immer nur fragen, ob es jetzt wirklich so dringend ist, dass man eben noch schnell bei Youtube nachschaut, ob man die Tomaten von links nach rechts oder von rechts nach links gießen sollte. Früher ging das auch alles von allein. Probier es aus, es wird gut. 🙂

    Liebe Grüße!
    Gabriela

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    • Hallo Gabriela!
      Ja, ganz genau. Social media allein ist der beste Beweis, man wird überschwemmt von Informationsfluten und konsumieren. Danke dir! Ja, ich versuche, da jetzt optimistisch an die Sache heran zu gehen. Vielen lieben Dank für deinen Input!
      Liebe Grüße
      Nadine

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  2. Die kleine Wasserhexe

    Hallöchen!
    Ich kann mich in deinem Text hier gerade sehr gut wiederfinden! Mir geht es genauso. Ich will immer alle Beiträge lesen, damit ich wenigstens ein „Schöner Beitrag“ als Kommentar dalassen kann, aber bei dem Gedanken bleibt es dann leider auch schon. 😛
    Tipps habe ich jetzt nicht wirklich für dich, nur das jeder noch so kleine Schritt sich auf eine Sache zu konzentrieren der Richtige ist. 😀 Bei mir klappt das mal mehr mal weniger gut. Auch weil bei mir viel von der Tagesform abhängig ist. Wenn ich schon beim Aufwachen denke, das wird ein blöder Tag denke, dann mache ich wirklich alles und nichts. Anders ist es, wenn der Tag schon gut anfängt und ich nicht gleich der erste Gedanke ein negativer ist, haha.

    Ich finde für dein Vorhaben wieder mehr zu lesen, dass Kindle Unlimited echt gut! 😀 Da ich leider kein allzu großer Kindle Fan bin, ich muss ein richtiges Buch in der Hand halten und richtig darin blättern können, habe ich mir wieder eine Karte bei der Bibliothek geholt. In Zukunft will ich dadurch auch mehr lesen, vor allem aber mehr Vielfalt beim Lesen haben! Mir tun meine Bücher schon leid die seit Jahren darauf warten gelesen zu werden, nur irgendwie komme ich an viele nicht „ran“, weil ich auf diese Art von Geschichte momentan keine Lust habe. xD

    Dann mal toi toi, viel Spaß mit deinem Vorhaben und hab noch einen schönen Tag! 🙂

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    • Hallo Dir, Dankeschön für deinen Kommentar!

      Okay, wenigstens bin ich mit meinem Problem nicht alleine 😀 Dankeschön!

      Oh, das finde ich auch super! Hier in Münster sind die Kosten für die Bibliothek im Leben nicht zu finanzieren, daher lasse ich davon die Finger. Den Kindle habe ich immer und überall dabei, das ist wahnsinnig praktisch. Außerdem hasse ich Hardvover, weil ich sie so unhandlich beim Lesen finde. Einziges Manko: Der Kindle ist schwarz weiß und ich bin ja auch was Cover anbelangt ein sehr visueller Mensch.
      Dankeschön, das wünsche ich dir beides auch!
      Liebe Grüße Nadine :*

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  3. Liebe Nadine,
    was für ein toller Beitrag. Da habe ich mich doch direkt in einigem wiederentdeckt! Du hast mich wirklich motiviert mich wieder mehr auf eine Sache zu fokussieren. Diese ständige unterschwellige Unzufriedenheit darüber, kaum Zeit zu haben und nichts ordentlich fertig zu machen, nagt an mir und wahrscheinlich ist das ein Schlüssel dazu.
    Ganz liebe Grüsse Isabel

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    • Oh Dankeschön! ❤️ Oh das freut mich total! Danke dir Isabel. Ja das kann sehr gut sein, zumindestens musste ich mir das eingestehen….. Ganz liebe Grüße Nadine

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  4. Hallo Nadine,
    lesen ist doch einfach. Ich lese alles, was mir unter die Finger kommt. Bei den Blogbeiträgen ist es ähnlich, habe ich keine Zeit, werden sie Gnadenlos gelöscht, da ich sie später mit Sicherheit auch nicht mehr lesen werde. Also, entweder gleich oder gar nicht.
    Lieben Gruß, Ewald

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    • „Lesen ist doch einfach“
      Da sagt meine jahrelange Erfahrung und die enorme Rückmeldung hier und auf Twitter aber was anderes 😀 Also ich war früher ja auch eine totale Leseratte, wie man so schön sagt, aber ich habe den Prozess des Lesens und was es bedeutet einfach verlernt.
      Nunja, wenn ich so vorgehen würde, ist das sicherlich konsequenter und ich habe mir auch schon gesagt „so den lese ich jetzt sofort“, aber ich halte mich selbst nicht an das, was ich mir vornehme.
      Liebe Grüße und Danke dir für deinen Kommentar 🙂
      Nadine

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  5. Also was das Lesen von Seminar- und Fachlektüre sowie Blogbeiträge anbelangt, da bin ich echt gut. Ersteres muss ich bei meinem Studium auch sein, sonst wäre ich verloren, denn das ist sehr textlastig. Aber bei Büchern sieht die Sache schon anderes aus. Bei mir liegt das aber nicht an der Konzentration, die habe ich dafür schon, nur fehlt mir dann die Lust zu einem Buch zu greifen, wenn ich schon unzählige Texte für die Uni gewälzt habe. Ich bin dann ko und muss irgendwie anders den Kopf freibekommen, daher meine Vorliebe für Serien. Da kann ich mich zurücklehnen. Wenn ich denn mal frei habe und an keiner Arbeit für die Uni tippe, lese ich nämlich echt gerne, zumindest wenn ich die passenden Bücher habe, denn ich finde das spielt auch eine große Rolle. Wenn man da Phasen hat wo man ständig daneben greift und mit den Werken nicht warm wird, muss man sich ja auch zum Lesen zwingen und verliert dann die Lust. Da kommt dann eines zum anderen. Schade, dass dich das Printbuch nicht überzeugen konnte, denn das hilft beim Mehr Lesen ja auch nicht. Trotzdem finde ich es toll, dass du daran was ändern und in dem Zugge auch deine Konzentration zu konzentrieren. Finde gerade den Vorsatz ein Blogbeitrag gut, kann man ja als kleines Tagesritual zu einer festen Uhrzeit einführen, sodass dann auch Gewohnheit wird – was natürlich auch gut mit Büchern geht, wie ein Kapitel vor dem Schlafen gehen oder so. Bin auf jeden Fall gespannt und hoffe, dass du das Vorhaben auch erfolgreich realisieren kannst.

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    • Ich antworte dir wieder auf deinem Blog 🙂 Danke!

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      • Dankeschön für das liebe Kompliment. Von das Lied der Krähen habe ich natürlich schon ganz viel gehört, das wird in meiner Timeline of sehr gehypt. Wie hatte dir das denn gefallen?

        Oh je ich kann dich mit dem Wohnheim aber verstehen, mir würde das auch zu schaffen machen. Ich bin jemand, der muss sich in einer Wohnung wohl fühlen, damit ich dann wirklich heimisch werde. Ich drücke die Daumen, dass du vielleicht doch noch was Neues findest und nach einem Semester dort rauskannst.

        Das Praktik auf der anderen Seite klingt aber spannend, ganz viel Spaß und Erfolg dabei :). Im Museum arbeiten war ja immer einer meiner heimlichen Träume, weil ich so ein Geschichtsnerd bin.

        Wobei sogar ich den Ärger der Lexa Fans mitbekommen habe, über die Art und Weise wie sie aus der Serie geschrieben wurde. Ich mochte Clarke und Leka zwar, aber war da jetzt auch kein Hardcore Shipper. Ist halt einach, weil The 100 generell nicht so auf Ships ausgelegt ist, was ich angenehm finde. Die Story steht im Fokus. Deshalb kann ich Shipping Wars da erst recht nicht verstehen.

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      • Das freut mich zu hören Nadine <3.
        Ich bin aber ein bisschen froh, dass ich nicht die einzige bin, die sich aufgrund ihres textlastigen Studiums nicht mehr zum Lesen aufraffen kann. In der Bloggerblase habe ich nämlich manchmal das Gefühl, wenn ich lese was alle parallel noch zum Alltag an Büchern verschlingen. Ich bin ja froh, wenn ich eines im Monat schaffe, wenn überhaupt.
        Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob du die Vorsätze einhalten kannst und ich wünsche dir natürlich, dass die ein richtig spannendes Werk in die Hände kommt. Gibt es denn ein Fazit auf dem Blog?

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  6. Oh weh…..ich habe das Bloggen auch ziemlich zurückgeschraubt. Es kommt zwar regelmässig was, aber oft ist es nichts herausragendes. Allerdings machen die Beiträge Spass, da man viel Kommentieren und sich austauschen kann. Das macht immer noch am meisten Spass am bloggen.
    Aber es gibt viele, die irgendwann einfach keine Inspiration mehr im bloggen sehen. Was gespeicherte Beiträge angeht….das mache ich nicht mehr. Das hat mich verrückt gemacht. Wenn ich es nicht schaffe, eine Woche lang den Reader zu lesen, dann mache ich einen Break und fange eine neue Woche an. Ich schaue dann nur bei denen vorbei, mit denen ich mich viel austausche.

    Was das Lesen angeht – ich hatte die letzte Zeit sowenig Interesse an Geschichten, wollte aber lesen, dass ich zu Heftromanen gegriffen habe.

    Lass einfach die Zeit ihr Ding tun. Bloss nicht unter Druck setzen. Wenn bloggen im Moment nicht ist, lass es erstmal bis du wieder Lust hast. Pick dir paar Blogs heraus, die dich am meisten interessieren und besuche sie regelmässig. Es ist nie einer böse, wenn man sich eine Zeitlang zurückzieht.

    Liebe Grüsse und ein bisschen Motivation.

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    • Vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar! ❤️❤️
      Ja genau. Oh ja das stimmt! Und ich meine ich könnte mir ja die Zeit nehmen, die Blogbeiträge, die mich interessieren, sofort zu lesen, mache ich aber nicht. Immer nur später…. Aber sich wirklich auf eine handvoll Blogger zu konzentrieren und das wochenweise zu machen finde ich sehr gut! Danke für fur die Tipps. Vielen lieben Dank für dein Verständnis. Ich werde mal gucken, wie es das restliche Semester bei mir so aussieht. Liebe Grüße zurück!

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  7. Ich speichere keine Artikel. Außer auf pinterest. Das ist wie so ein kleines Nachschlagewerk für mich geworden, da man dort Beiträge so schön thematisch ordnen kann.

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  8. ich sehe das problem halt auch darin, dass das angebot so extrem hoch ist. es gibt sooo viel, das man lesen möchte, aber nur so wenig zeit dafür :/

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  9. Ich lese so gut wie gar keine LitBlogs mehr. Die meisten Beiträge sind mir zu lang, halbe Inhaltsangaben, bis ich zur Meinung komme, habe ich das Interesse schon verloren. Deswegen halte ich meine Rezis auch bewusst kurz.

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  10. Pingback: [Blog Glück] Juni 2019 – Seitenglueck

  11. Dankeschön für dein liebes Kommentar Nadine,
    kann ich aber verstehen, wenn man das nicht so mag, denn sowas ist Geschmackssache und gefällt nicht jedem. Ich finde, dass der Cast da auch echt ne tolle Chemie hatte und man denen auch abgekauft hat, dass sie sich gut verstehen. Hat man ja auch nicht unbedingt bei allen Serien und ich finde das immer schön, weil es so Convention Auftritte und vor allem die Panels dort natürlich unterhaltsamer und lockerer macht.

    Achso Schade, aber dann kann ich auch verstehen, wenn du bei „Das Lied der Krähen“ nicht weitergelesen hast, man muss das Setting schon mögen und da irgendwie abgeholt werden, sonst wird es schwer. Am Ende muss man aber auch nicht bei jedem Hype mitmachen, so zumindest meine Meinung :D.

    Meinst du jetzt die Handlung von Lexa oder der Zuspruch im Bereich Shipping? Weil ich finde ersteres bei „The 100“ schwer zu sagen, da geht man ja generell mit Figuren nicht zimperlich um und gerade Lexa mussten sie ja schnell rausschreiben, weil Alicya Debnam-Carrey ja die Hauptrolle in Fear the Walking Dead erhalten hat. Sicherlich ist ihr Ableben nicht optimal, aber da stand man ja auch unter einem gewissen Zeitdruck, weil beides wohl nicht vereinbar war in Bezug auf Drehpläne.

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  12. Hallo Nadine,

    ich bin gerade auf deinem Beitrag gelandet, weil ich mir für heute Abend vorgenommen hatte, endlich mal wieder Blogbeiträge zu lesen.

    Seitdem ich häufiger auf Twitter unterwegs bin, fällt es mir auch immer schwerer, mich auf längere Texte zu konzentrieren. Es kostet fast etwas Überwindung, mehr als diese paar Dutzend Zeichen zu lesen; denn alles, was sich nicht kurz und bündig sagen lässt, kann so wichtig ja nicht sein – denkt sich wohl mein Unterbewusstsein.

    Mir hilft es, für eine festgelegte Zeitspanne das Handy außer Reichweite zu legen und mir vorzunehmen, mich ganz auf ein Buch zu konzentrieren. Klappt meistens gut, wenn mich die Geschichte gefangen nimmt.

    Einen Motivationsschub gibt es auch, wenn ich mir ein dünnes Buch vornehme, dann habe ich schneller das Gefühl, etwas ,,geschafft“ zu haben.

    Zuletzt habe ich nach fast zwei Monaten die über 1200 Seiten von Tolstois ,,Anna Karenina“ gelesen, danach brauchte ich auch erstmal eine Pause. Aber hier bin ich mit einer Twitter-Leserunde am Ball geblieben. Das ist sehr viel kurzweiliger, als allein zu lesen und man wird auf Dinge aufmerksam, die einem allein vielleicht nicht aufgefallen wären. Da gibt es immer einige Leserunden mit drei, vier, fünf oder zehn Teilnehmern. Man kann auch gut selbst welche starten, wenn man ein paar Mitstreiter findet. Vielleicht hättest du Spaß daran? Sag gern Bescheid, wenn du mal was zusammen lesen möchtest!

    Viele Grüße
    Jana

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Jana, Danke dir! 🙂
      Ja genau, das mit der Überwindung ist wirklich so. Schon krass, wie sich das digitale Leben und damit eingeschlossen das Leseverhalten entwickelt.
      Oh das mit dem Buch finde ich eine tolle Idee. Ich habe leider NULL Disziplin, halte mich nie an meine eigenen Pläne, habe wenig Selbstbeherrschung usw. Schlimm, ich weiß 😀 Meistens versuche ich so Bücher zu lesen die um die 300-500 Seiten haben. Aber selbst bei Kurzgeschichten ist mir aufgefallen: ich schaffe es nicht, 30 Seiten am Stück zu lesen.
      Oh an solchen Leserunden habe ich noch nie teilgenommen! Vielleicht mache ich da dann auch mal mit. Wenn es mir nicht so unangenehm wäre weil meine Abbruchrate so hoch ist…aber mal schauen 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Nadine

      Gefällt 1 Person

  13. Hallo Nadine!

    Ich kanon nachvollziehen wie es dir geht. Mir ist das Lesen auch abhandengekommen, allerdings eher durch das zeitaufwändige Lesen für die Uni und vermeintlich zu wenig Zeit. Außerdem stand die Tatsache, dass meine Bücherregale überquellen neuen Anschaffungen im Weg, denn obwohl ich einen Kindle Reader habe besitze ich Bücher die ich gelesen einfach zu gerne „in Echt“.

    Irgendwann überprüfte ich jedoch meine Zeit auf Facebook und stelle fest, dass ich jeden Tag 1-2 Stunden dort verbrachte, allerdings nicht um Leute zu stalken, sondern um mich von Zeitungsartikel zu Zeitungsartikel und von Kommentar zu Kommentar zu klicken. Ich sog jeden Abend das Leid der ganzen Welt in mich auf. Meine Laune war beispiellos.

    Ich stellte schnell fest, dass es der Zeitraum vor dem Einschlafen war und beschloss, dass das Schlafzimmer ab sofort eine handyfreie Zone ist. Stattdessen lege ich mich seitdem mit einem Buch ins Bett und das hat gleich mehrere Vorteile. Erstens schlafe ich schneller ein und zweitens scheint die Welt doch kein so finstrer Ort zu sein, wenn man sich nicht tagtäglich mit den Schreckensmeldungen der Zeitungen befasst, die ja oft nur den schlimmsten Bruchteil des Weltgeschehens aufgreifen.

    Es gab noch einen Aspekt, auf dem ich wegen meines radical honesty Ansatzes noch zu sprechen kommen muss. Ich habe auch deswegen ungern gelesen, weil das lesen der „seichten“ Romane, die mich phasenweise anziehen mir wie minderwertige Zeitverschwendung vorkommt und ich mir immer denke: „Du könntest echt was schlaueres Lesen!“ im Endeffekt las ich dann eben fast nichts mehr. Diesen Komplex versuche ich mir abzutrainieren indem ich jetzt immer das lese worauf ich Lust habe – es wirkt!

    Beste Grüße!
    Schreiberling86

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    • Hallo Schreiberling, Danke für deinen langen und ausführlichen Kommentar! 😊

      Ja, also ich gehe zb immer um 22 Uhr ins Bett und ab 20 Uhr gehe ich nicht mehr auf social media. Einfach weil auch da einen zu schnell zu vieles runterzieht. Abends lesen habe ich häufiger probiert, funktioniert für mich aber nicht so gut, weil ich meistens abends zu kaputt bin zum lesen und mich lieber berieseln lassen will und 2) wenn es dann mal spannend wird, ärgere ich mich, wenn ich später ins Bett gehe (ich stehe jeden Tag um 5 Uhr auf). Daher hat es sich für mich bewährt, nachmittags zu lesen. Aber auch dazu habe ich nicht immer Lust. Das Zauberwort heißt für mich da wirklich dranbleiben! Danke dir und Liebe Grüße
      Nadine

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