Glücksgedanken

Höre nie auf zu versuchen: Marienkäferfotos früher und heute

Hallo ihr Lieben,

Häufig streben wir nach Entwicklung, Verbesserung. Optimierung. Gerade bei Hobbys finde ich es wichtig, sich auch weiter zu entwickeln. Natürlich kann man eine Flöte weiter schief spielen, einen 100m Lauf nicht schaffen oder mit seiner Kamera nur automatisch fotografieren. Aber ist es nicht ein Erfolgsgefühl, wenn man mehr schafft? Meine Weiterentwicklung bezüglich meiner Fotografie möchte ich euch anhand Marienkäfer zeigen. Marienkäfer sind solche, die ich wirklich liebe und jedes Jahr aufs Neue mit der gleichen Begeisterung fotografiere. Leider sind mir dieses Jahr noch keine begegnet.

Dieses Foto zeigt einen süßen Marienkäfer, ja, aber von der Qualität und Technik her ist es grauenvoll. Das Gesicht bzw. die Augen des Käfers sind nicht richtig scharf, diese sind überbelichtet, das Bild rauscht, vom wirren, unruhigen und viel zu genauen Hintergrund ganz zu schweigen. Vermutlich ist das Foto sogar nur mit dem Kitobjektiv oder einer Telebrennweite gemacht worden.

Das hier ist das erste Foto, welches ich mit einem Kitobjektiv in Verbindung mit einer Raynox Nahlinse gemacht habe, also zum ersten Mal Richtung Makrobereich. Man sieht meiner Meinung nach schon direkt einen Unterschied. Sei es der Hintergrund, die Perspektive, die Schärfe, der Bildausschnitt oder das Licht. Natürlich könnte man hier jetzt auch mit dem besseren Equipment argumentieren, aber das halte ich für falsch. Meine derzeitige Ausrüstung gehört auch eher zur besseren Mittelklasse, aber gewiss nicht zu den ganz großen. Dennoch habe ich damit Wettbewerbe gewonnen und Fotostrecken erhalten. Nicht die Ausrüstung macht das Foto, sondern DU.

 

Marienkäfer sind aber auch eine wahnsinnig tolle Übung, besonders für Makrofotografen. Sie werden immer nur als niedliches, fast schon langweiliges und immer gleichbleibendes Motiv wahrgenommen, aber in Wirklichkeit steckt in Ihnen viel mehr. Die Möglichkeit, üben zu können. Denn die Käfer sind extrem schnell und flink krabbeln mal seitlich, mal nach vorne, meistens nie so, wie es für dich als Fotograf gerade am besten passt und sind dazu noch recht klein und verstecken sich gerne in den Untiefen im Gras. Morgens früh erwischt man sie mitunter mit ganz vielen Tautropfen.

 

Über die letzten zwei bis vier Jahre hat sich meine Fotografie rasant weiter entwickelt, wurde stetig besser. An einem gleichbleibenden Motiv kann man das meiner Meinung nach immer sehr gut wahrnehmen, daher zeige ich euch nun mal ein paar bessere Aufnahmen!

 

Die Marienkäfer verdeutlichen die Message, die ich mit diesem Beitrag rüberbringen will: Höre nie auf zu versuchen. Übe weiter, egal, wie wenig Fortschritte du siehst, wenn du glaubst, dass du es schaffen kannst. Mach weiter, lerne weiter. Wie gesagt am Anfang war ich gerade auch bei Marienkäfern (und natürlich Tautropfen) völligst überfordert innerhalb der Makrofotografie. Man braucht sehr viel Geduld, eine ruhige Hand, fast schon eine ruhigen Atem und meistens zahlreiche Fotos oder gar Serienaufnahmen, erst Recht, wenn sich die Marienkäfer (viel) bewegen. Aber ich habe nicht aufgegeben. Ich habe meinen Spaß daran entdeckt, mein Ehrgeiz ist entflammt, mit dem Wissen, dass es besser geht und das ich es besser machen könnte. Also habe ich weiter geübt, weiter unzählige Marienkäferfotos geschossen, bis man wahrlich von einer guten Entwicklung sprechen kann. Die Marienkäfer bilden nun den Fokus und/oder das Zentrum der Bilder.

 

Und hier nochmal als Collage, nicht mit allen Bildern, aber ein paar zur Verdeutlichung:

Ich liebe die Collage, weil sie einem auf einem Blick wirklich das Wichtigste vermittelt und man wie anhand eines roten Fadens meine Entwicklung feststellen kann, oder was meint ihr?

PS: Ich habe und hatte noch mehr Marienenkäferfotos, auch noch schönere, aber es ist gar nicht so einfach, die wiederzufinden! Habt ihr diesbezüglich Tipps für mich? Wir ordnet ihr eure Bilder, sodass ihr auch durch ein Stichwort wie Marienkäfer es wiederfindet? Oder ist das schlichtweg unmöglich? 😀

Woran habt ihr euch weiterentwickelt? Wie findet ihr meine Weiterentwicklung oder auch nur die Entwicklung der Fotos? Liebt ihr Marienkäfer auch so sehr wie ich, oder könnt ihr damit gar nichts anfangen?

 

 

16 Kommentare zu “Höre nie auf zu versuchen: Marienkäferfotos früher und heute

  1. Hallo Nadine,

    das ist wirklich krass, wenn man die Fotos betrachtet, wie scharf die kleinen Käferchen sein können.
    Ich finde es auch immer wichtig, sich weiterzuentwickeln, bei Hobbys. Ich mache schon mal Kurse mit, Internet, Fachliteratur. Ist nicht immer alles am Anfang einfach, aber mit Beharrlichkeit und Entschlossenheit kommt man weiter.

    Meine Fotos lege ich nach Jahr und innerhalb des Jahres nach Monat ab. Ehrlich gesagt, suche ich auch schon mal das ein oder andere Mal, aber in der Regel weiß ich immer so ungefähr, wann ich was gemacht habe.

    Liebe Grüße
    Nella

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    • Hallo Nella,
      Dankeschön für deinen Kommentar! 🙂
      Ja, ganz genau. Freut mich!
      Ja, ich mache mitunter hunderte Fotos pro Woche oder Monat also habe bestimmt bis zu 20 verschiedene Ordner pro Monat, nach Tagen und Orten sortiert, und da sammelt sich dann einfach so viel an, dass ich dennoch den Überblick verliere 😀
      Liebe Grüße zurück, Danke dir!

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  2. Hallo Nadine,
    so viele Bilder eines so kleinen Tierchens, sehr schön. Auch die aufgezeigten Unterschiede in der Qualität sind sehenswert. Mein Favorit ist der Regenmarienkäfer…. 😎😎😎
    Lieben Gruß, Ewald

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  3. Nachtrag: Deine Bericht erreicht mich nicht nur per Mail, sondern auch dort wo die Kommentare zu finden sind und dann unter dem Menüpunkt Benachrichtigungen… 😊
    Lieben Gruß, Ewald

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    • Dankeschön! Okay, diese Nachricht habe ich auch von jemanden anderem gesagt bekommen, leider habe ich den Fehler nicht beheben können, ich habe nicht herausfinden können, woran es liegt oder warum das so ist 😦 Ist das sehr störend? (Ich habe es bei mir ja nicht)

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      • Naja, es nervt einfach wenn ein kompletter Beitrag dort erscheint. Du bist aber nicht alleine, bei Hinnerk&Henriette habe ich dieses Problem auch. Die sind auch am suchen.
        Lieben Gruß, Ewald

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      • Ah okay, ja klar hört sich auch nervig an…Okay, Danke dir, ja wie gesagt da habe ich auch gefragt und bisher kennt keiner weder die Ursache, noch die Lösung 😦

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      • Mal sehen wie es weitergeht, evtl. ist es ja nur ein Bugfix… 😘

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  4. Man erkennt in der Tat Deine Entwicklung sehr gut. Ich selbst kann Dir bildersortiermäßig nicht weiter helfen. Ich bin da selber tief im Chaos.

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  5. Deine Entwicklung ist schon echt erstaunlich! Mir haben die älteren und vielleicht auch ersten Versuche schon sehr gefallen, aber die neueren bei denen du ich sag mal mehr Übung hattest sind wirklich das Tüpfelchen auf dem i!
    Ich muss mich auch mal wieder dazu aufraffen mit der Kamera vor die Türe zu gehen! Seit April hatte ich das gute Stück schon nicht mehr in der Hand. 😦

    Ich weiß nicht ob dir das helfen kann, aber ich sortiere meine Ordner immer wie folgt: Ich mache mir einen Ordner für den Monat, z.B. Mai. Dann, wenn ich fotografieren war mache ich einen Ordner für den Tag, z.B. 15. Mai, schmeiße in den alle Fotos von diesem Tag rein und sortiere dann mal nach „Lieblingsstücken“, „eher nichts so schön“, „für Experimente“ oder einfach nach den Motiven, wie „Kornblume“, „Grashalm“, „Insekt“, „Schnecke“ usw. Und dann lege ich immer noch, wenn es an bearbeiten geht oder ich damit fertig bin einen Ordner für die JPG-Dateien an (für die bearbeiteten JPGs, wo das Wasserzeichen und alles drauf ist, sprich die Fotos die ich dann nehme ums sie ins Internet zu stellen), einen zweiten für die PSD oder DNG-Dateien(diese Dateien sind mir wichtig um die Zwischenschritte bei der Bearbeitung IMMER zugänglich zu haben, falls ich mal was ändern will) und dann mache ich noch einen für die RAW-Dateien, also die Originale einen extra Ordner wo dann wirklich ALLE Foto von diesem Tag drin sind, auch, wenn die Fotos dann noch in dutzend anderen Ordnern sind.

    Ich weiß es klingt kompliziert und ich hab keine Ahnung ob das Verständlich war, wenn nicht kann ich dir gerne mal einen Screenshot von meinem „ordentlichem Chaos“ schicken oder zeige es dir irgendwie anders. Aber diese „Ordnung“ betreibe ich schon seit einigen Jahren und hab dadurch schon so meine Routine für sie gefunden. 😛

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    • Dankeschön!
      Oh Gott, ich würde durchdrehen. Ich werde schon total traurig und regelrecht depressiv, wenn ich eine Woche nicht mehr fotografieren war!
      Dankeschön für die Mühe, mir deine Ordnungsweise zu erklären 😊 Doch, das habe ich alles verstanden. Ich finde es toll und großartig, dass du so viele Unterkategorien hast, das stelle ich mir sehr praktisch vor, wenn du zb speziell nach Marienkäfern oder Sonnenaufgängen suchen willst. Auch die bearbeitete PSD Datei in groß nochmal abzuspeichern, anstatt nur RAW und Internetversion halte ich für wichtig für zb Wettbewerbe etc, aber ist leider etwas, was ich immer wieder vergesse. Danke dir!

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      • Die kleine Wasserhexe

        Das hab ich leider schon lange nicht mehr, dass es mir in der Seele wehtut, wenn ich nicht jeden Tag oder wenigstens einmal die Woche fotografiere. 😛 (Noch dazu gab es schon immer so Phasen wo ich die Kamera wirklich ein halbes Jahr nicht einmal angeguckt habe, nur um danach für die nächsten Monate so gut wie nichts anderes zu tun. xD)

        Bitte gerne! 😀 Ich dachte einfach mal ich gebe meinen Senf dazu, wenn du schon einmal fragst, haha.
        Ich hab mir damals als ich mit dem Sortieren anfing einen Klebezettel neben den Laptop geklebt, damit ich auch ja dran denke die ganzen Schritte einzuhalten, wenn es ums Speichern geht. 😀 Und siehe da irgendwann ging es ganz von alleine. 😀 Ist also nur eine Übungssache. 😉

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      • Ja, das Gefühl kenne ich^^ Ach krass, ja solche Phasen kenne ich bei mir nur vom schreiben 🙂 Ja klar, gerne, freut mich! Interessant, hört sich echt klasse an 🙂 Danke dir. ❤

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  6. Pingback: [Blog Glück] Mai 2019 – Seitenglueck

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