Glücksgedanken

Ich bin schockiert: Warum wird Instagram so verdorben?

Hallo ihr Lieben,

Ja, die Überschrift mag radikal klingen, aber ich bin immer noch so schockiert, das es mir schwer fällt, die richtigen Worte zu finden. Umso gespannter bin ich auf eure Meinung zum Thema!

vorweg: den Beitrag verfasste ich bereits im Januar 2017, heutzutage sind solche Seiten für mich nichts Neues mehr, aber dennoch wollte ich den Beitrag so lassen, wie er ist, damit die Emotionen echt sind. Nur das ich mich darüber auch heute noch aufrege 😉

Worum geht es?

Um die Plattform Combin.com bzw diesen Beitrag dazu, klickt für den Originalbeitrag auf den Link: Instagram Hack im Test: Relevante Follower mit Combin aufbauen

Denn da heißt es unter anderem, was das Feature von Combin.com anbelangt:

„Damit nicht alle den gleichen Kommentar-Text bekommen, kann ich auch mehrere Kommentare formulieren, die nach dem Zufallsprinzip verteilt werden.“

Das muss man sich mal vorstellen! Da kann man 0/8/15-Standard-Kommentare vorformulieren und diese dann wahllos in irgendwelche Bilder und random (thematisch passende) Accounts hinklatschen! Unfassbar.

Warum rege ich mich darüber auf? Es sollte keine Überraschung sein.

Aber genau das finde ich das Traurige daran. Natürlich, in der heutigen Zeit geht alles nur noch um Follower, Likes, Gesehen werden und sich sichtbar machen, egal wie. Da sind andere Social Media Plattformen wie Facebook, Pinterest oder auch ein Blog keine wirkliche Ausnahme. ABER wo kommen wir denn hin, wenn man unter x-beliebige Bilder nur noch ein „Cool!“ / „Nice colors“/ „Wow!“ schreibt, was man bei jedem beliebigen Bild hinschreiben könnte und dazu auf gut deutsch gesagt einen Scheiß darauf gibt, bei wem das jetzt kommentiert wird, welches Bild das genau ist und überhaupt, richtig Ansehen des Bildes wird doch ohnehin überbewertet. Sorry Leute, aber da mache ich nicht mit. (Dadurch wurde zb auch unter einem schwarz weiß Bild „nice colors“ geschrieben)

Ich habe derzeit auf meinem Instagramaccount Detailmagie ca 236 Follower (Stand: 5.01.2017, Update 25.8.2018: 500 Follower) und habe im 28.8. 2016 mit dem Account angefangen. Das mag viel zu wenig sein, aber meine Facebookseite mit ca 788 Followern, die seit ca 3 Jahren besteht, wächst auch nur langsam, bzw seit einem Jahr gar nicht. So läuft das heutzutage, wenn man kein Geld zahlt und nunja, sich noch Mühe gibt beim Kommentieren gibt. Ich will damit nicht sagen, das diejenigen mit den relativen kurzen und unspezifischen Kommentaren sich keine Mühe geben! Sondern, dass:

Man sollte sich ein Bild ansehen, bevor man es kommentiert, und es kommentieren, weil man es schön findet, nicht nur, damit man seine eigene Bekanntheit steigert, ohne sich wirklich für das Bild des anderen zu interessieren.

Das mag wie gesagt in der heutigen Zeit veraltet klingen, aber das ist und bleibt meine Einstellung. Wenn ich solche unspezifischen Kommentare wie „Wow“ etc schreibe, liegt das daran, dass das vielleicht am Besten zum Bild passt, oder das der Account ohnehin schon 10000 unbeantwortet Kommentare hat oder aber der Account auf russisch oder spanisch ist und wir nicht die gleiche Sprache sprechen. Aber ich habe mich bewusst für dieses Bild entschieden, habe dadurch für mich bewusst gemacht, dass ich dieses Bild besonders toll finde. Wenn ich jetzt anfange, einfach random nach dem Zufallsprinzip vorgefertigte Kommentare unter fremde Bilder zu klatschen, wo kommen wir dann hin? Wirklich:

Wo kommen wir dann hin?

9 Kommentare zu “Ich bin schockiert: Warum wird Instagram so verdorben?

  1. Instagram nutze ich fast nicht mehr, da für mich das ganze nur noch einen Tick schnelllebiger ist als andere soziale Medien und da ist dann deine „Beobachtung“ für mich nur eine von vielen: Leute die dir folgen und am nächsten Tag wieder entfolgen (blöder Begriff), täglich etwas mehr Werbung, Bilder die 2 Tage später komplett in der Versenkung finden. Konsequenz: Mach wieder mehr auf FlickR und WordPress. Da sind dann diejenigen unterwegs, die sich tatsächlich für die eigene Arbeit interessieren. Bei weitem nicht die Anzahl, aber einfach etwas ehrlicher.

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    • Tatsächlich erreiche ich mit meinem Blog nur sehr wenige und auf eine andere Art und Weise. Derzeit ist Instagram mein erfolgreichstes Medium, auf allen Social Media Kanälen, auf denen ich mich befinde. Und das, obwohl ich genau solche Methoden nicht gut heiße und mich diesem „Trend“ entgegen stelle. Daher könnte ich einfach nicht auf Instagram verzichten, ich würde mir selbst ins eigene Fleisch schneiden.
      Aber natürlich stimme ich dir da zu, gerade Instagram hat einfach eine so große Masse, dass zwangslebig das ein oder andere untergehen muss, weil es anders gar nicht geht.
      Auf Flickr war ich tatsächlich noch nie.

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    • Menschen neigen leider dazu, coole Dinge zu erfinden und sie dann selbst wieder zu zerstören. Bei social Media und online Communities ist das auch so ein Fall. Mich persönlich macht es traurig, weil ich all diese Plattformen einmal sehr geliebt have für das, was sie waren als sie geboren wurden. Sobald das Geld dazu kommt, verdirbt es. Ich bin sonst kein Wirtschaftspressimist, aber im Internet hat es sich für mich leider immer so entwickelt. Darum stehe ich der Plattform auch seit langer Zeit sehr zwiespältig gegenüber. Leidet hat sich noch keine wirkliche Alternative für mich etablieren können…

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      • Ja das stimmt, da gebe ich dir auch Recht! hat man ja schon auf Facebook gesehen, von der Entwicklung her. Aber auf Instagram geht alles noch mal einen Schritt weiter.

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      • du sagst es. aber offenbar sind die plattformen bereits so mächtig, dass sich nichts anderes mehr dagegen wirklich durchsetzen kann….

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      • ja, da magst du Recht haben…

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  2. Ich habe Instagram schon lange abgeschworen, es ist überhaupt nicht meine Plattform. Mir ist das Ganze viel zu oberflächlich, außerdem bin ich auch kein Fan von Selfies oder ständigem Essen fotografieren. Ich finde es auch echt schade, dass viele sich mittlerweile nur noch über Likes und falsche Komplimente definieren. Dazu gibt es auch eine echt gute Black Mirror Folge.

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    • Black Mirror hatte ich angefangen, war aber nicht meins, zu sehr Moralapostel und sozio und dann die Machart leicht nervig.
      Ja, da gebe ich dir Recht, Instagram ist sehr oberflächlich, aber gleichzeitig ist es auch so viel mehr als „Essen posten und Selfies machen“, wenn man sich richtig gute Fotografen und deren Feed anschaut, die eine Geschichte erzählen.

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